5 Tipps für eine umweltfreundliche WM
- Kurz und Knapp
Die Fußball-Weltmeisterschaft ist gestartet. Greenpeace hat Tipps gesammelt, wie sich bei der WM die Umwelt schonen lässt (Foto: Archivbild).
Vorab: Bei Großveranstaltungen wie der WM macht die Anreise den größten Teil der umweltschädlichen Emissionen aus. Wer sie zuhause statt auf dem amerikanischen Kontinent verfolgt, hat hier also schon einmal viel getan. Aber auch hier in Deutschland können wir weitere Punkte beachten, um den Fußball friedlich und grün zu feiern.
© Tuane Fernandes / Greenpeace
Leckere Grillspieße gibt es auch in vegan.
Snacks und Getränke
Auf Fanfesten können wir uns für Stände mit Mehrwegbechern und möglichst wenig Müll entscheiden. Schauen wir zuhause, können wir ebenfalls die Umwelte im Blick behalten: beim gemeinsamen Grillen mit Lieblingsmenschen mal die leckere vegane Steakalternative ausprobieren, statt Pizza zu bestellen, gemeinsam Pizza selbst machen und Getränke in Mehrwegflaschen kaufen – schon wird auch zuhause der ökologische Fußabdruck viel kleiner!
Trikots
Trikots gehören zur WM dazu. Doch die häufig teuren Oberteile entstehen oft unter schlechten Arbeitsbedingungen und bestehen zu einem großen Teil aus Kunststofffasern. Damit die Trikots möglichst lange halten, können wir die Waschanleitung beachten und das Kleidungsstück richtig pflegen. Besser noch die Frage stellen: Muss es wirklich ein neu hergestelltes Trikot sein? Oft finden sich Second-Hand-Teile zu einem viel günstigeren Preis. Für kleine Fußballfans lohnt es sich außerdem, Trikots größer zu kaufen, so passen sie länger. Eine schöne Möglichkeit ist es, Trikots selbst aus Bio-Baumwolle und Textilfarbe zu basteln. Dabei kann man sogar eigene Designs mit einfließen lassen.
© Greenpeace / Nicolas Fojtu
Vuvuzelas sind bei Erwachsenen inzwischen eher out - viele Kinder finden sie aber weiterhin lustig. Wer noch intakte Vuvuzelas zuhause hat, kann sie also sicher bei Familien mit Kindern loswerden.
Tröten und Fanartikel
Die handelsüblichen Tröten, Pfeifen und andere Fanartikel sind zwar lustig, aber nicht umweltfreundlich. Oft sind sie nach kurzzeitiger Nutzung nicht mehr zu gebrauchen und landen im Müll. Wer trotzdem nicht auf Gadgets zum Anfeuern verzichten möchte, sollte sich überlegen, Geld in wenige, dafür aber hochwertige Artikel zu investieren. Diese können dann bei der nächsten Meisterschaft erneut zum Einsatz kommen. Auch hier lassen sich Produkte zudem Second Hand kaufen.
Am besten immer die Frage stellen: Wie werde ich das Produkt nutzen, wird es länger halten? Die im Sommermärchen üblichen Autofahnen zum Beispiel brachen meist schnell ab, eine Fahne, die zuhause im Wohnzimmer hängt, kann hingegen jahrelang wiederverwendet werden. Eine lustige Idee ist ein Fanartikel-Tausch: Vielleicht wollen andere Lieblingsmenschen ihre alte Vuvuzela loswerden, die das eigene Kind aber feiert, und im Umkehrschluss haben sie Interesse an Girlanden? Wie wäre es, wenn einfach jede:r alle vorhandenen Fanartikel zum ersten gemeinsam Fußballschauen mitbringt - und dann wird gleich noch eine Tauschparty daraus?
Make-up
Viele wissen nicht, dass herkömmliches Make-Up und damit auch Fußball-Schminke oft tierische Inhaltsstoffe und Mikroplastik enthält. All diese Zusatzstoffe schaden der Gesundheit sowie der Umwelt. Stattdessen rät Greenpeace zu umweltschonenden Produkten mit Biosiegeln. Und auch hier stellt sich die Frage: Wie viele Produkte braucht es wirklich? Wer zum Beispiel öfter in der Nachbarschaft guckt, könnte ein Schminkset für alle kaufen und den Preis durch alle teilen. Weniger Müll, mehr Geld in der Tasche!
Vielfalt leben
Und schließlich: Wir können alle gemeinsam dazu beitragen, dass es ein friedliches und fröhliches Fest ist. Die WM startet im Pride Month - ein schöner Anlass, sich gleichzeitig mit schwarz-rot-gold und Regenbogenfarben zu beflaggen!